Die Friggaflagge

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DS „Harald“ - DHKM - 1921
Die „Harald“ hatte wohl von allen Frigga-Schiffen die wechselvollste Geschichte.
Sie trug die Rufzeichen KQDJ, RCLT und DHKM Das Dampf-Frachtschiff mit 1866 GRT / 3000 tdw, Länge 84,9 m, Breite 11,69 m, Tiefgang 5,64 m und einer Dreifach-Expansions Dampfmaschine mit 750 HP von North Eastern Marine Engineering Co., Sunderlands, die ihr eine Geschwindigkeit von 12 Knoten verlieh, wurde bei bei Craigh, Taylor & Co, in Stockton unter der Baunummer 103 im Juni 1904 fertiggestellt.
Als HARALD für Harald Steamship Co. Ltd., London nahm sie, bereedert durch van Ysselsteyn & Zn den Dienst auf. 1906 verkauft an Stoomvaart Mij., Terneuzen, Reederei zunächst unverändert, später durch A.C. van Lensen.
1910 verkauft an Mij. Stoomship Harald, bereedert durch L.Bröll.
1914 verkauft an Westfälische Transport AG Emden.
1914 (im August) in Kronstadt durch Russland beschlagnahmt, eingesetzt als Minentransporter.
1918 den Eigentümern zurückgegeben.
1920 (am 27.8.) der Alliierten Kommission überstellt.
1920 (am 18.11.) ausgeliefert an Großbritannien, The Shipping Controller, bereedert durch J. Westoll.
1921 (am 16.10.) verkauft an Seereederei „Frigga“ AG, Hamburg.
1933 (am 6.1.) verkauft an „Orion“ Schifffahrtsgesellschaft mbH, Rostock und umbenannt als BALTIA.
1937 Heimathafen geändert auf Seestadt Rostock.
1939 (am 26.5.) verkauft an Egon Oldendorff, Lübeck.
1939 (am 2.6.) umbenannt in Hugo Oldendorf.
1945 (im Mai) beschlagnahmt in Lübeck durch Großbritannien.
1946 (am 16.3.) mit Gasmunition als Teil des vierten Konvoys von Lübeck versenkt vor The Scaw.
DS „Baldur“ - RBMP - 1921
Dreifach-Expansionsmaschine von WUMAG, Görlitz.
Bauwerft: Nüscke & Co AG, Stettin als Bau-Nr. 257 für Seereederei „Frigga“ AG.
Verkauft 16.07.1925 an Samuelsen & Olsens Rederi Farsund, Norwegen, wo sie umbenannt wird in „Thekla“.
Im Januar 1929 wird sie weiterverkauft an AS DS af 1912, Aalborg, Dänemark, (bereedert von A.P. Möller) und wieder umbenannt in „Sonja Maersk“.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Dänemark wird das Schiff am 9. April 1940 in England beschlagnahmt und an das britische Kriegstransport-ministerium überstellt.
Am 05.06.1942 mit einer Kohleladung auf der Reise von Swansea nach Halifax vor Neuschottland bei Ketch Harbour nahe der Einfahrt zum Hafen Halifax strandet das Schiff und sinkt.
DS „Heimdal“ - DHKU - 1922
Dreifach-Expansionsmaschine von Caesar Wollheim, Breslau.
Bauwerft: Nordseewerke Emden unter der Bau-Nr 96 für Phönix Dortmunder Union. Nach dem Stapellauf im April wird das Schiff im Juli 1921 als „Minna Horn“ an H.C.Horn, Hamburg, abgeliefert.
Am 18.02.1922 verkauft an Seereederei „Frigga“ und umbenannt in „Heimdal“. Verlust: am 23.09.40 nordwestlich Terschelling versenkt durch das britische U-Boot HMS H49.
DS „Odin“ - DHZF - 1922
Dreifach-Expansionsmaschine von Friedrich Wilhelmhütte, Mülheim.
Bauwerft: Nordseewerke AG, Emden mit der Bau-Nr. 115.
Bestellt ist das Schiff von W. Hemsoth, Dortmund, aber bereits während der Ausrüstung wird es am 27.01.1922 an die Seereederei „Frigga“ AG verkauft.
In Dienst geht das Schiff im Februar 1922.
Es wird am 10.09.1926 an die Woerman.Linie AG, Hamburg verkauft, die es als "Wakama" umtauft.
Das Schiff liegt über den Jahreswechsel 1939/40 in Rio de Janeiro und läuft am 01.02.1940 mit Heimatkurs aus. Am 12.02.1940 versenkt die Besatzung das Schiff vor Cabo Frio (Pos. 22.23 S 41.38 W) um einer Beschlagnahme durch den britischen Kreuzer HMS Dorstshire zuvorzukommen.
DS „Thor“ - DHXQ - 1922
Turbine mit Rädergetriebe von AEG, Berlin.
Bauwerft: Deutsche Werft AG, Finkenwerder als Bau-Nr. 18.
Der Dampfer wird am 20.12.1922 an die Seereederei „Frigga“ übergeben.
Am 03.03.1944 wird die Thor vor Stadlandet bei Buholmen Feuer mit einer Kohle-Ladung durch einen Torpedo des britischen U-Bootes HMS Venturer getroffen.
DS „Braga“ - JBDT - 1924
Dreifach-Expansionsmaschine von Richard, Westgarth & Co, Hartlepool.
Bauwerft: R. Craggs & Sons Middlesborough unter der Bau-Nr. 170.
Als „Barendrecht“ am Phs.van Ommeren, Rotterdam abgeliefert.
Eignerschaft geht im gleichen Jahr über an Stoomvart Mij. de Maas, Rotterdam.
1914 wird das Schiff verkauft an C.E. Mousouris, Argostoli, und umbenannt in „Sophia“.
Bereits zwei Jahre später geht der Dampfer in norwegische Hände über: Käufer ist die Kjeld Steel Co.Ltd., Christiania und er wird umbenannt in „Glittertind“.
1923 steht der nächste Verkauf an, diesmal kauft V. Schuppe, Stettin, das Schiff und benennt es in „Victor Schuppe“ um.
Am 24.06.1924 erwirbt die Seereederei den Dampfer und benennt ihn „Braga“.
Die AG für Handel und Verkehr, Emden, die das Schiff am 27.07.1927 erwirbt benennt es im April 1929 um in „Emsriff“.
Nachdem der Dampfer am 08.01.1931 aufgelegt wurde, wird er im September 1933 zum Abbruch an die Deutschen Werke in Kiel verkauft, die das Schiff bis zum Ende 1933 dann abwrackt.
DS „Aegir“ - DHAM - 1924
Vierfach-Expansionsmaschine von Reiherstieg Schiffswerft & Maschinen-fabrik, Hamburg.
Bauwerft: Reiherstieg Schiffswerft & MF, Hamburg, mit der Bau-Nr. 521.
Als „Aegir“ wird der Dampfer im Februar 1924 an die Seereederei „Frigga“ AG abgeliefert.
Er sinkt auf der Reise vom Jössingfjord nach Emden mit einer Ladung von 6480 Tonnen Erz in der Position 53.53 N 6.48 O (nördlich Juist) am 05.04.43 durch zwei Minentreffer.
DS „August Thyssen“ - DHBQ - 1924
Dreifach-Expansionsmaschine von Vulcan Iron Works, Jersey City, NJ.
Bauwerft: Flensburger Schiffbau-Gesellschaft als Bau-Nr: 393.
Abgeliefert am 26.01.1924 an die "Dampfer 'August Thyssen' GmbH", Hamburg.
Am 18.10.1927 verkauft an die Seereederei „Frigga„ AG.,
Am 18.01.1940 mit 3188 Tonnen Erz auf der Reise von Gefle nach Deutschland bei Understeen/Aland-Inseln durch Minentreffer gesunken.
DS „Frigga“ - DAPI - 1924
Dreifach-Expansionsmaschine von Ottenser Maschinenfabrik GmbH, Altona.
Bauwerft: Schiffs- & Dockbauwerft Flender AG, Lübeck-Siems unter der Bau-Nr. 100.
Ablieferung an die Seereederei „Frigga“ erfolgte am 02.09.1924 unter dem Namen „Frigga“.
Am 5.01. 1944 wird die „Frigga“ durch einen Luftangriff in Kiel beschädigt.
Am 16.09.1944 strandet sie bei Aaramsund und wird am 25.09.1944 wieder freigeschleppt. Die schweren Beschädigungen können in einer Notreparatur in Norwegen soweit behoben werden, dass die Rückreise gelingt.
Während der endgültigen Reparatur bei der Deutschen Werft in Hamburg wird sie am Sylvesterabend 1944 erneut durch Fliegerbomben beschädigt und durch einen weiteren Angriff am 17.01.1945 in Brand gesetzt.
Nach einem Bombentreffer am 08.04.1945 wird das Flaggschiff der Reederei schließlich bei Schulau auf den Strand gesetzt.
Der Verkauf als Schrott durch die britische Besatzung an die Supplement Scrap Export Agency, der 1948 bereits beschlossene Sache war, kann durch energischen Einspruch der Reederei verhindert werden.
Zur Bergung geht der Dampfer am 13.05.1948 an Alnwick Harmstorf. Eine Woche später ist das Schiff geborgen, am 23.06.1948 hat die Reederei das Schiff wieder zurück.
Im September wird es in die Seebeckwerft AG, Bremerhaven, geschleppt und repariert.
Am 24.11.1949 geht die „Frigga“ als größtes Schiff der damaligen deutschen Handelsflotte wieder in Fahrt (Reise mit Getreide nach Dubrovnik).
Am 24.02.1962 tritt die „Frigga“ ihre letzte Reise nach Bremerhaven an, wo sie durch die Eisen & Metall AG verschrottet wird.
DS „Odin“ - DHSC - 1929
Doppelverbund-Expansionsventil-Heißdampfmaschine gebaut von A. Borsig GmbH, Berlin Tegel.
Bauwerft: Vereinigte Stahlwerke AG, Nordseewerke, Emden, mit der Bau-Nr. 141.
Im März 1929 wird das Schiff an die Seereederei „Frigga“ abgeliefert.
Am 21.02.1942 muss nach einer Kollision mit dem norwegischen Dampfer „Tampa“ Hamburg als Nothafen angelaufen werden.
Kurz nach dem Auslaufen aus Narvik am 09.05.1944 sinkt das Schiff nach einem Minentreffer und reißt 32 Seeleute mit in den Tod.
DS „Albert Janus“ - DDTW - 1933
Bildunterschrift:
Ungewöhnlicher Besuch auf einem deutschen Afrikadampfer: Eine Storchenherde kommt an Bord. Die Tiere wurden von einem heftigen Sandsturm von der Westküste Afrikas abgetrieben und ließen sich in tiefster Erschöpfung auf dem Deck und den Masten des Frachtdampfers „Albert Janus“ nieder. Nahrung nahmen die Tiere nicht an; der Kapitän musste schließlich ganz nahe an die Küste heranfahren und die Tiere fortscheuchen.

Dreifach-Expansionsmaschine, gebaut von der FSG.
Bauwerft: Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, Flensburg als Bau-Nr. 409.
Abgeliefert wurde das Schiff am 10.06.1928 an die Marquardt Petersen Reederei GmbH, Flensburg als „Anna Marquardt Petersen“.
Verkauft wird das Schiff am 20.01.1932 an die Ozean Dampfer AG, Flensburg KR. H. Schuldt und am 29.01.1932 in „Heinrich Schuldt“ umbenannt.
Erneuter Verkauf am 20.04.1933 an Frachtkontor GmbH, Hamburg KR Seereederei „Frigga“ AG.
Das Schiff wird am 26.04.1933 umgetauft in „Albert Janus“.
Unter Tarnung als russischer Dampfer „Divina“ verläßt das Schiff Vigo am 13.01.1940 um den Durchbruch nach Deutschland zu versuchen. Dies jedoch schlägt fehl. 7 sm westlich von Vigo kann einen Tag später die Aufbringung durch den französischen Hilfskreuzer „Victor Schoelcher“ nur durch Selbstversenkung vermieden werden.
DS „Baldur“ - DHBW - 1929
Dreifach-Expansionsmaschine mit Abdampfturbine, gebaut von der FSG.
Bauwerft: Flensburger Schiffsbau-Gesellschaft unter der Bau-Nr. 414.
Am 07. Nov. 1929 an die Seereederei „Frigga“ abgeliefert.
Gestrandet am 09. September 1939 auf der Reise von Narvik nach Deutschland bei Lister.
Auf der Reise von Kirkenes mit Erz für Emden am 16./17.02.1940 vor Jössingfjord in norwegischen Hoheitsgewässern vom britischen Zerstörer 'Ivanhoe' verfolgt, durch die Besatzung in Brand gesetzt und selbst versenkt. Die Besatzung wird gefangen genommen, der Angriff in norwegischen Hoheitsgewässern soll erfolgt sein, weil die Briten „Baldur“ mit dem erwarteten Tanker 'Altmark' verwechseln.
DS „Widar“ - DJQG - 1936
Doppelverbund-Expansionsmaschine mit Abdampfturbine.
Bauwerft: Nordseewerke Emden GmbH, Emden als Bau-Nr. 176.
Abgeliefert wird die „Widar“ an die Seereederei „Frigga“ AG am 01.02.1936.
Auf der Reise von Narvik nach Emden mit 8942 Tonnen Erz trifft den Dampfer auf Borkum Reede, dem Hubertgat, ein britischer Lufttorpedo. Das Schiff sinkt.
DS „Hödur“ - DJQX - 1936
Dreifach-Expansionsmaschine D.&.W. Henderson, Glasgow.
Bauwerft: D.& W. Henderson & Co., Glasgow, mit der Bau-Nr 484.
Das Schiff wird im August 1913 als "Chalister" an A.H.&E. Gunn, Greenock, abgeliefert und im gleichen Jahr noch an den neuen Eigner Chalister Steamship Co.Ltd verkauft.
1919 erfolgt der Verkauf an R. McLellac, Greenock, und 1922 ein weiterer Verkauf an Adam Bros. Ltd. und die Registrierung in Aberdeen.
1924 erwirbt die Turnbull Scott Shipping Co.Ltd. in London den Dampfer und benennt ihn um in „Haggersgate“.
An die Seereederei „Frigga“ AG kommt das Schiff im März 1936 und wird in „Hödur“ umbenannt.
Der Dampfer wird am 18.08.1940 auf 53.41 N 3.57 E durch eine Mine beschädigt und geht am 20.04.1942 auf der Reise von Emden nach Tromsö durch einen Torpedotreffer des britischen U-Bootes HMS Trident nordwestlich von Namsos, Norwegen unter. 32 Opfer.
DS „Brage“ - DJVM - 1938
Zwei Zweifach-Expansionsmaschinen mit Abdampfturbine von Rheinmetall AG, Werk Borsig, Berlin-Tegel.
Bauwerft: Nordseewerke Emden GmbH, Emden mit Bau-Nr. 186.
Abgeliefert am 05.02.1938 an die Seereedereei „Frigga“ AG.
Verlust am 06.05.1940 durch eine Mine in unmittelbarer Nähe des Feuerschiffs Kiel. Interessanterweise kann die Ladung trotz des Krieges teilweise geborgen werden.
DS „Hermod“ - DAPJ - 1939
Dreifach-Expansionsmaschine von F. Schichau, Danzig.
Bauwerft: F. Schichau, Danzig, Bau-Nr. 1117-95.
Am 05.08.1922 abgeliefert als „Therese Horn“ an H. C. Horn, Flensburg.
Die Essex Line Ltd., London, kauft den Dampfer, läßt ihn durch Meldrom & Swinson bereedern und benennt ihn um in „Essex Envoy“.
Am 24.04.1939 erwirbt die Seereederei „Frigga“ das Schiff und tauft ihn um in „Hermod“.
Eine Grundberührung bei Maloey am 07.02.1940 verursacht schwere Schäden.
Am 16.07.1941 erleidet das Schiff in Rotterdam einen Bombentreffer und erneut am 12.10.1941 auf der Reise von Rotterdam nach Hamburg.
Bereits am 25.10.1944 trifft es die "Hermod" wieder, diesmal im Maschinenraum, im Hamburger Hafen bei der Deutschen Werft und am Sylvesterabend 1944 geht das Schiff nach einem Bombentreffer im Hamburger Hafen auf Grund.
Ein Angriff am 17.01.45 trifft das Schiff noch einmal. Zwei Tage später wird es gehoben, aber in der Deutschen Werft sinkt es am 08.04.1945 aufs neue.
Wie „Frigga“ entgeht auch „Hermod“ der Verschottung durch die Alliierten, wird 1946 wieder gehoben und geht nach der Reparatur in Hamburg wieder in Fahrt.
In Charter läuft „Hermod“ als erstes deutsches Schiff nach dem Krieg wieder amerikanische Häfen an.
Am 29.11.1957 wird das Schiff mit den Nehmerqualitäten eines Boxers in Emden aufgelegt.
Die letzte Reise führt die „Hermod“ wieder nach Hamburg, wo sie am 28.02.1958 bei Eisen & Metall KG Lehr & Co verschrottet wird.